Wie wir in unserem letzten Kundenbrief bereits berichteten begann im Juli die Trockenheit. Damals hofften wir auf dringend benötigte Niederschläge. Allerdings ging es im restlichen Juli warm und mit 6 mm Niederschlag im ganzen Juli extrem trocken weiter, sodass wir uns dann doch schon in der zweiten Juliwoche dazu entschlossen haben alle jungen Weinberge zu gießen bevor Trockenschäden auftauchen. Danach begannen wir, da keine Aussicht auf Regen bestand in allen jungen Weinbergen und schwächeren Ecken Trauben herauszuschneiden, da der Ansatz in diesem Jahr für die Trockenheit viel zu hoch war. Der August ging dann mit mehr Wärme und teilweise auch Hitze genau so trocken mit 11 mm Niederschlag im ganzen Monat weiter.
Was den Sommer abgesehen von der Trockenheit auch noch ausmachte war die extreme Strahlungsintensität. Es schien ja fast den ganzen Sommer bei strahlend blauem Himmel die Sonne, wobei wir aber von Hitze mit über 35 °C weitestgehend, wenn dann nur tageweise, verschont blieben, wodurch wir auch für den Sommer fast erstaunlich keinerlei Sonnenbrandschäden hatten. So wurde schon im August die Jahressonnenscheindauer überschritten. Die Reben hielten die ganze Vegetation aus dem verfrühten Austrieb den Vorsprung, welcher sich aber durch die Trockenheit nicht weiter ausdehnte und so war ein Erntebeginn Anfang September klar.
Dann kam es wie es kommen musste, denn auch die mit zehn Wochen fast keinem Niederschlag bisher längste Trockenperiode sollte irgendwann einmal enden. Mit dem Monat September endete nicht nur mit 99 mm Niederschlag die Trockenheit, es wurde auch deutlich kühler uns sehr sehr trüb, was die Reife der Trauben völlig ausbremste und fast zum Stillstand brachte. Die bisher stetig steigenden Mostgewichte blieben fast stehen und entwickelten sich nur noch sehr langsam, bzw. gingen in manchen Wochen sogar rückwärts.
So starteten wir am 6. September mit Müller-Thurgau, sowie Cabernet Dorsa und auch schon Spätburgunder. Danach ging es sehr entspannt weiter, da durch die Kühle die Weinberge gewannen- und lagenweise reiften und man nach und nach ohne Stress bei nur langsam einsetzender Fäulnis ernten und um den Regen herum planen konnte. Mit Riesling begannen wir am 24. September und endeten am 7. Oktober. So haben wir die erste Saison in Umstellung zum biologischen Weinbau erfolgreich gemeistert.
Der Jahrgang passt nach den beiden Vorgängerjahren sehr gut mit wieder fruchtig-würzigen und frischen Weinen mit noch moderatem Alkohol und einer lebendigen Säure in die Reihe. Ein ausführlicher Jahresbericht finden Sie auf unserer Homepage.
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